Herzlich Willkommen | Donnerstag, 20.01.2022  |


Auto überholt Polizei mit 200 km/h auf dem Seitenstreifen

Soest. Ein 23-Jähriger aus Bad Sassendorf hat am Montagabend seinen wohl vorerst letzten Trip mit dem auf seinen Vater zugelassenen Mercedes AMG unternommen. Nachdem er auf der A44 in Richtung Dortmund mit rund 200 km/h auf dem Seitenstreifen einen Streifenwagen des Hauptzollamts Bielefeld in Höhe der Anschlussstelle Erwitte/Anröchte überholt hatte, wurde die Fahrt kurze Zeit später durch die Polizei beendet. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein.

Anhalten wollte der 23-Jährige nach dem riskanten Überholmanöver zunächst allerdings nicht. Mit überhöhter Geschwindigkeit lenkte er den Mercedes AMG über einen Rastplatz mit Versorgungsweg, ignorierte Anhaltezeichen und auch das Blaulicht des ihn verfolgenden Streifenwagens. Auf der Lippstädter Straße in Soest konnte das Fahrzeug letztendlich angehalten werden.

Der Fahrer ist für die Polizei kein Unbekannter und bereits in der Vergangenheit durch die Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen aufgefallen.

Den 23-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen und wegen Nötigung im Straßenverkehr. Außerdem wurde ein Bericht an das Straßenverkehrsamt zwecks Überprüfung der Fahreignung des jungen Mannes gefertigt. Er dürfte jetzt vorerst genug Zeit haben, gemeinsam mit seinen drei Mitfahrern (31, 25, 24) über die immensen Gefahren überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr nachzudenken.

 


Stadt warnt vor unseriösem Kabelanschlussvertrieb

Arnsberg. Die Stadt warnt aktuell vor angeblichen Mitarbeiter:innen der Firma „Vodafone“, die auf unseriöse Weise versuchen, neue Verträge für den Kabelanschluss zu vertreiben. Beim Ordnungsamt der Stadt Arnsberg gehen in den letzten Wochen vermehrt Hinweise dazu vornehmlich aus dem Stadtteil „Arnsberg“ ein.

Die vorgeblichen Mitarbeiter der Firma Vodafone verlangen dabei unangekündigt Zugang zur Wohnung, um den Kabelanschluss zu überprüfen. Den Bewohnern wird mitgeteilt, dass in Kürze der Anschluss abgeschaltet wird und daher dringend ein neuer Vertrag abzuschließen sei, um weiherhin ungestört Internet- und TV-Angebote nutzen zu können.

Diese Vertriebsmethoden sind laut Angaben der Gewerbeordnung nicht zulässig, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Ferner weist die Ordnungsbehörde darauf hin, dass Vertriebsmitarbeiter bei Haustürgeschäften in Besitz einer gültigen und vom zuständigen Ordnungsamt ausgestellten und mitzuführenden Reisegewerbekarte mit Dienstsiegel sein müssen.


 

Spaziergänger in Arnsberg

Arnsberg. Was vor einigen Wochen in Deutschland begann, setzt sich auch im Sauerland fort. Spaziergänge. Und so fand auch am Samstagnachmittag in Arnsberg ein angemeldeter Spaziergang statt, berichtet die Polizei.

Etwa 220 Teilnehmer trafen sich am Arnsberger Bahnhof und gingen friedlich durch Alt-Arnsberg. Der Aufzug endete planmäßig im Bereich der Ruhrstraße. Hier löste sich die Versammlung wieder auf. Es kam zu keinen Störungen. Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung wurden nicht festgestellt.


 

A45: Rahmedebrücke wird abgerissen

Lüdenscheid. Seit Freitagmittag steht fest, dass die marode Autobahnbrücke an der A45 abgerissen werden muss. Das teilte die Autobahn Westfalen in einer Pressekonferenz mit. Mit Planung und Bauzeit für die neue Brücke geht die Autobahn GmbH mit einer Fertigstellung in fünf Jahren aus.

Christoph Brünger von der SIHK sagte in einer Reaktion auf die Hiobsbotschaft: „Vor dem Hintergrund der Sorge, dass eventuell neben der Rahmedebrücke noch weitere Talbrücken der A45 gesperrt werden müssten, macht die kurzfristige Aufrüstung der Ruhr-Sieg-Strecke Sinn und sollte umgehend in Angriff genommen werden“.

Fachleute wollen jetzt prüfen, ob die Brücke möglichst schnell gesprengt werden kann.


 

Real-Markt schließt in Menden

Menden. Seit heute ist klar was mit dem Real-Markt am Bösperder Weg geschieht. Er schließt zum 31. Mai 2022. Damit ist Real nach Plaza und Extra in Menden auch Geschichte.

Der Laden wird ab Juni umgebaut. Das bestätigte ein Real-Sprecher gegenüber Antenne Sauerland. Grund für die Schließungen seien „Planungen des neuen Betreibers, die weitreichende konzeptionelle und bauliche Veränderungen beinhalten“. Eine Äußerung zum neuen Betreiber gab es von Real-Seite allerdings nicht. Eins steht wohl fest – Globus kommt nicht nach Menden. Ebenfalls bleibt unklar, wann der Markt wieder öffnen wird.

Für Real in Hemer sieht es schlecht aus. Hier hat die SCP Group keinen Käufer gefunden. Somit wird der Laden am 30. Juni 2022 abgewickelt und geschlossen.

 


 

Spitzentreffen zur A45: Unbürokratisch und schnell handeln

Die Sauerlandlinie A 45 ist eine Hauptschlagader für die Wirtschaftsregion Südwestfalen. Foto: Guido Raith | Märkischer Kreis

 

Märkischer Kreis. Schnelle und unbürokratische Wege einzuschlagen, um die Region schnell zu entlasten, darauf einigten sich am Montag, (13.12.2021), Vertreter von Politik und Verwaltung bei einem „Spitzentreffen“ zur A45-Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid. Die Autobahn GmbH, das Land NRW, der Märkische Kreis und die Stadt Lüdenscheid hatten zu dem Gespräch geladen, um mögliche Wege aus der aktuellen Krise zu suchen. Die A 45-Talbrücke Rahmede musste vor anderthalb Wochen komplett für den Verkehr gesperrt werden, weil Untersuchungen starke Verformungen am Stahlgerüst der Brücke ergeben hatten.

Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte: „Die Sauerlandlinie ist eine Lebensader für Südwestfalen und für Nordrhein-Westfalen. Das Land setzt sich mit ganzer Kraft dafür ein, die Mobilität in der Region besser und sicherer zu machen. Wir müssen jetzt drei Dinge tun: Erstens muss die Brücke schnell wieder für den PKW-Verkehr flottgemacht werden. Zweitens muss der Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken weiter verbessert werden. Drittens muss der Ersatzneubau der Brücke beschleunigt werden. Wir setzen uns deshalb beim Bund dafür ein, dass zukünftig solche reinen Ersatzbauwerke ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und erneute Planfeststellung realisiert werden. Damit sind wir Jahre schneller. Meinen herzlichen Dank an alle Gesprächspartner heute in Lüdenscheid für den wichtigen und notwendigen Austausch.“

Landrat Marco Voge ergänzte: „Die aktuelle Situation rund um die A 45 ist für den Märkischen Kreis und die anliegenden Städte und Gemeinden sowie für die gesamte Region ein Worst-Case-Szenario. Für unsere heimische Wirtschaft ist die A45 die Lebensader. Auch für sie ist die Sperrung ein schwerer Schlag. Es droht der Verlust Tausender Arbeitsplätze. Deshalb ist es im ersten Schritt immens wichtig, die Brücke statisch so schnell es geht zu ertüchtigen. Anwohner müssen entlastet werden, Ein- und Auspendler schnellstmöglich eine Perspektive aufgezeigt bekommen. Deshalb muss dem Neubau der Rahmedetalbrücke höchste Priorität eingeräumt werden. Dafür sind eine Planungsbeschleunigung, deutlich verkürzte Genehmigungsverfahren sowie Ausschreibungen erforderlich. Mit den betroffenen Kommunen und Kreisen, der Autobahn GmbH, Straßen.NRW, der Polizei, politischen Vertretern sowie der Wirtschaft setzen wir alles daran, möglichst schnell pragmatische Lösungen im Sinne der Region und der Menschen hier zu finden. Vielen Dank an Verkehrsministerin Ina Brandes, dass Sie heute hier vor Ort war, unsere Anliegen aufgenommen und uns Unterstützung zugesagt hat.“

Gerhard Rühmkorf aus dem Bundesverkehrsministerium sagte: „Der schnellen Schadensbehebung, der beschleunigten Planung und Herstellung des Ersatzbauwerks und der sicheren Führung des Umleitungsverkehrs misst das Bundesministerium für Digitales und Verkehr höchste Bedeutung bei. Die Wiederherstellung der verkehrswichtigen Sauerlandlinie liegt bei der Autobahn GmbH des Bundes in guten Händen und wird auch seitens des Ministeriums begleitet werden. Die Mittel für die erforderlichen Maßnahmen stehen bereit.“

„Wenn es nach mir geht, sollte die neue Brücke in fünf Jahren stehen“, hofft Elfriede Sauerwein-Braksiek, die Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn. Planungsrechtliche Hindernisse müssten dafür aus dem Weg geräumt werden, um Zeit zu gewinnen. „Wir muten der Region im Moment zu viel zu“, so Sauerwein-Braksiek. In etwa drei Monaten wolle man die alte Brücke zumindest soweit verstärkt haben, damit PKW wieder darüberfahren können. „Dann wären die Umleitungsstrecken zumindest schonmal zahlenmäßig weniger belastet“. Ähnlich gebaute Brücken der A45 würden derzeit neben den üblichen Kontrollen zusätzlich auf Schäden untersucht. „Mit der Laserscan-Methode sehen wir mehr als mit dem bloßen Auge.“ Die Autobahn Westfalen wolle in den nächsten Jahren das Planungs- und Baumanagement bei der A45 und seiner 60 Talbrücken weiter verbessern. „Wir wollen schnell planen und bauen, und nutzen dabei auch die Ideen der Bauwirtschaft“, sagte Sauerwein-Braksiek.

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer: „Ich freue mich sehr, dass sich die Ministerin heute die Zeit genommen hat, mit uns als Betroffenen vor Ort zu reden. Ich halte dies auch für ein ganz wichtiges Signal an die Menschen unserer Stadt und Region, deren Lebensqualität sich durch die Durchtrennung der Lebensader A45 in dramatischerweise verschlechtert hat. Es war ein sehr guter Austausch. Sie hat bekräftigt, dass wir nun alle erdenkliche Unterstützung bekommen, um die extrem schwierige Verkehrssituation in den kommenden Monaten und Jahren hier in Lüdenscheid und der Region bewältigen zu können. Diese Unterstützung ist für unsere Unternehmen, den Handel, die Pendler und nicht zuletzt alle Bürgerinnen und Bürger unerlässlich.“


 

Impfzentrum eröffnet

Das Deutsche Rote Kreuz, der Kreis und der Sauerlandpark eröffnen gemeinsames Impfzentrum 

Foto: Sauerlandpark Hemer

Märkischer Kreis. Die Nachfrage nach Erst- und Auffrischungsimpfungen im Märkischen Kreis hat in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich zugenommen. Mit zusätzlichen Impfangeboten soll die niedergelassene Ärzteschaft bei der Impfkampagne unterstützt werden. Über den Impfbus hinaus sind bereits private Initiativen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Hilfsorganisationen in den Städten und Gemeinden initiiert worden, bei denen der Kreis zum Teil beratend und koordinierend tätig war. Nun kommt ein Impfzentrum am Sauerlandpark in Hemer hinzu.

Seit Montag, 29. November kann ein vorbildliches Partnermodell umgesetzt werden. Das Impfzentrum am Sauerlandpark ist ein Kooperationsprojekt des Märkischen Kreises, der die Impfstoffbestellung, die Meldungen ans Robert-Koch-Institut (RKI) sowie die Abrechnung mit der KVWL organisiert, des Sauerlandparks in Hemer, der die Räumlichkeit, Infrastruktur und Logistik stellt, sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die gesamte medizinische Koordination, sowie die Personalbereitstellung übernimmt. Landrat Marco Voge: „Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die hier in Hemer, aber auch im gesamten Märkischen Kreis daran mitwirken, Impfangebote vor Ort zu schaffen. Ein breites und niederschwelliges Netz von Impfmöglichkeiten ist unser gemeinsames Ziel. Hier sind wir mit verschiedenen Maßnahmen auf einem guten Weg. Ein wichtiger Baustein ist dabei dieses Impfzentrum, dass das DRK gemeinsam mit dem Sauerlandpark betreibt und das mit Hilfe des Kreises realisiert wurde.

Es sind Erst- und Zweitimpfungen aber auch Booster- bzw. Drittimpfungen möglich. „Wir bitten alle Menschen, die Impfungen erhalten möchten, auf keinen Fall unangemeldet zu uns zu kommen. Wir müssen diese Personen abweisen. Voraussetzung für eine Impfung ist ein Termin, der ausschließlich online über die Homepage des Impfzentrums ´impfzentrum-hemer.de` vereinbart werden kann“, erklärt Daniel Witt vom DRK Hemer. Anders als das Schnelltest-Zentrum am Sauerlandpark ist das Impfzentrum nicht als ´DRIVE-THRU`- Impf-Zentrum organisiert. Nicht vergessen dürfen die zu Impfenden ihren Personalausweis und – falls vorhanden – ihren Impfpass und ihre Krankenversichertenkarte. Bei Booster- oder Drittimpfungen sollten Besucherinnen und Besucher des Impfzentrums ihre kompletten Impfunterlagen mitbringen. Unter 16-Jährige brauchen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten, die über die Homepage ebenfalls downloadbar ist.

Die Öffnungszeiten ab Dienstag, 30. November: Montag bis Freitag: 14:00 Uhr – 20:00 Uhr Samstag: 10:00 Uhr – 13:30 Uhr und 14:30 Uhr – 19:00 Uhr Sonntag: 10:00 Uhr – 16:00 Uhr Der Sauerlandpark Hemer unterstützt das Impfzentrum als logistischer Partner, hat den Aufbau binnen einer Woche realisiert. „Wir danken vor allem unseren Partnern, die wir seit Jahren aus unseren Veranstaltungskooperationen kennen. Aus Verbundenheit zu uns und dem Wissen, dass jede Impfung dafür sorgt, dass wir diese Pandemie in den Griff bekommen, haben sie uns auf außergewöhnliche Weise unterstützt. Das gilt auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen Tagen, neben dem Aufbau des Wintergartens, viele Überstunden gemacht haben“, ergänzt Thomas Bielawski, Geschäftsführer des Sauerlandparks Hemer. Alle weiteren Informationen finden die Impf-Interessierten auf der Homepage des Impfzentrums: impfzentrum-hemer.de .

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