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POL-HA: Präventionsarbeit zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen: Ein Netz für Kinder -Surfen ohne Risiko?

Hagen (ots) – Das Internet ist schon lange ein fester Bestandteil unseres Alltages. Auch unsere Kinder nut-zen dieses Medium, teils in der Freizeit, aber auch im schulischen Gebrauch. Neben den zahl-reichen Vorteilen birgt die Online-Welt aber auch Gefahren. Unter anderem nutzen Pädose-xuelle die Anonymität im World Wide Web aus, um insbesondere über die soziale Medien, Chatportale und Videoplattformen Kontakt zu Jungen und Mädchen zu erhalten. Sie haben das Internet als Möglichkeit entdeckt, um kindliche Opfer vor dem Bildschirm für ihre sexuel-len Gewaltfantasien zu missbrauchen oder verabreden ein Treffen, um diesen Missbrauch dann auch in der realen Welt durchzuführen.

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz (KP/O) der Polizei Hagen gibt deshalb wichtige Tipps und Hinweise, um Kinder, Jugendliche, ihre Eltern sowie weitere An-gehörige zu sensibilisieren und Missbrauchsfällen vorzubeugen. Die Strategien der Täterinnen und Täter sind vielfältig. Meistens halten sie sich in Chat- oder Videoportalen auf, nehmen Kontakt auf, verwickeln die Kinder mehr oder weniger raffiniert in Gespräche über deren erste sexuelle Erfahrungen, schicken kinderpornografisches Material oder erzählen ihre eigenen Missbrauchspraktiken. Auch mimen sie den guten erwachsenen Freund oder geben sich als Gleichaltrig aus. Die Neugier und das blinde Vertrauen der Kinder und Jugendlichen in ihre „Freundin“ oder ihren „Freund“ lässt sie manchmal alle Vorsicht vergessen. Die Heranwachsenden geben ihre per-sönlichen Daten heraus oder lassen sich vielleicht sogar dazu überreden, sich auszuziehen, Bilder von sich zu machen oder sogar sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Da heutzutage nahezu jedes Gerät mit einer Webcam ausgestattet ist, entsteht hier in Sekunden ein kinderpornografischer Film, der vom Kinderzimmer auf den Rechner der Täter übertragen wird.

Heranwachsende sind auf die Strategien der Täter teilweise völlig unvorbereitet. Der beim realen Kontakt natürliche Abstand zwischen ihnen und einem Erwachsenen fällt weg. Auch Einflüsse durch das äußere Erscheinungsbild existieren online nicht.

Ein weiteres Problem ist aus Sicht der K/PO-Experten, dass soziale Netzwerke und Video-plattformen eine interessante und geradezu verlockende Bühne für das Bedürfnis nach Selbstdarstellung bieten. Das Credo lautet hier: Ich zeige mich, also bin ich. Und genau das macht es Täterinnen oder Tätern leicht, an persönliche Daten und an Informationen über das Umfeld des Kindes zu gelangen.

Das vertraute heimische Umfeld am Computer oder Smartphone weckt bei Kindern und Ju-gendlichen zudem das trügerische Gefühl der Sicherheit. Es besteht eine größere Bereit-schaft, sich zu öffnen. Umso wichtiger ist es, dass Erwachsene Kinder und Jugendliche vor sexueller Ausbeutung im Internet schützen. Es ist wichtig Heranwachsende dabei zu unter-stützen Strategien zu entwickeln und zu erlernen, wie sie sich wehren können. Ein wichtiger Anfang ist sie dafür zu sensibilisieren, dass es Personen in der Online-Welt gibt, die kriminelle Absichten haben. Nur aufgeklärte Kinder sind geschütztere Kinder, Verbote bringen hier we-nig. Sie führen nur dazu, dass Kinder ohne das Wissen ihrer Eltern heimlich surfen – und dazu haben sie in der heutigen Zeit mehr als genügend Möglichkeiten. Ein Bewusstsein für diese Gefahren zu schaffen, ist ein entscheidender Schritt der Prävention.

Eltern beziehungsweise andere Bezugspersonen sollten sich dafür interessieren, in welchen Portalen die Jungen und Mädchen surfen und was sie dort erleben. Nachfragen hierzu sollte man in die tägliche Kommunikation einbauen. Ein Internetanschluss gehört zudem nicht in das Kinderzimmer, sondern an einen zentralen Ort in der Wohnung. Auch Internetzeiten soll-ten begrenzt werden.

Eltern sollten achtsam sein, wenn…

1)Kinder wiederholt den Computer ausschalten, wenn sie den Raum betreten.

2)der Nachwuchs Geschenke oder Anrufe von unbekannten Menschen bekommt.

3)ihre Kinder stundenlang online sind oder sich sonst auffällig verhalten.

Wichtig sind klare Regeln und Absprachen im Umgang mit dem Internet und Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Achten Sie auf Anzeichen, die auf einen sexuellen Missbrauch hindeuten aber nicht müssen! Wendet sich ein Kind hilfesuchend an Sie hören sie ihm zu und entschei-den zusammen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten.

Genauso wie Kinder frühzeitig über die Gefahren des Straßenverkehrs aufgeklärt werden und Verkehrsregeln lernen, sollten sie ab dem Grundschulalter Schritt für Schritt über die Gefah-ren der Chaträume informiert und Regeln für das Surfen im Netz kennen lernen. Die Dienststelle für Kriminalprävention und Opferschutz gibt Interessierten gerne im persönli-chen Austausch weitere Tipps. Das Team kann zudem Kontakte zu Präventionsprogrammen vermitteln. Sie erreichen die Beamtinnen und Beamten von Montag bis Freitag in der Zeit von 07.00 Uhr bis 15.30 Uhr unter den Telefonnummern 02331/986-1526 und 02331/986-1527.

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