Herzlich Willkommen | Sonntag, 27.11.2022  |

Loading

POL-MK: CEO-Fraud: Falscher Chef schickt Mails

Iserlohn (ots) –

Betrüger suchen auch in Homeoffices nach Opfern. Ein Mitarbeiter einer Iserlohner Firma ist auf die CEO-Fraud-Masche hereingefallen.

Trotz Corona-Erkrankung saß der 28-Jährige im Home-Office und arbeitete, als eine E-Mail in seinem Dienst-Postfach landete. Er glaubte, sie sei von seinem Chef. In der Mail wurde der Mitarbeiter gebeten, vier Gutschein-Karten zu kaufen und dem Absender die Codes zurückzusenden. Ein Nachbar besorgte die Gutscheine und der Mitarbeiter übermittelte die Codes per Antwort-Mail. Darauf erhielt er eine neue Mail mit der Bitte um weitere Codes und dasselbe dann noch einmal. Jedes Mal ließ der Mitarbeiter die Gutscheinkarten besorgen und verschickte die Zahlencodes. Als er wieder gesund war und ins Firmen-Büro zurückkehrte, legte er Ausdrucke der Mails ins Fach des Chefs.

Der fiel aus allen Wolken: Er hatte die Aufträge zum Kauf der Karten nicht gegeben. Ein IT-Fachmann der Firma schaute sich die angeblichen Chef-Mails genauer an. Tatsächlich wurden sie nicht vom Firmen-Server, sondern von einer Wegwerf-Mailadresse aus verschickt. Sie erweckten jedoch den Eindruck, dass der Chef sie verschickt hat. Wenn der Chef nicht mehr persönlich im Türrahmen stehen kann, weil er oder seine Mitarbeiter an anderer Stelle arbeiten, öffnen sich leider auch neue Türen für Betrüger. Die Betrugsmasche selbst ist alt und bekannt unter dem Namen „CEO-Fraud“, zu Deutsch „Vorstands- oder Chef-Betrug“.

Die Betrüger informieren sich scheinbar gut über ihre Opfer und wissen, wer welche Vollmachten und Möglichkeiten hat. Die Mails sind deutlich besser verfasst als in früheren Jahren. Viele der Informationen lassen sich von der Firmen-Homepage oder aus sozialen Netzwerken frei ermitteln. Deshalb rät die Polizei zur Datensparsamkeit. Sonst wissen Betrüger zum Beispiel, dass sich der Chef gerade auf Dienstreise in Honululu befindet. Mit dieser Information schreiben sie eine Mail an den Prokuristen. Darin bitten sie um eine Eilüberweisung ins Ausland, weil der Chef angeblich ein gutes Geschäft machen kann.

Dann entstehen schnell deutlich höhere Schäden als die vierstellige Summe im Iserlohner Fall.

Um vorzubeugen, sollten Firmen klare Richtlinien erlassen und deutliche Absprachen treffen, wer unter welchen Umständen – auf digitalen Zuruf sozusagen – Anweisungen geben darf.

Vereinbaren Sie Prüf-Mechanismen, zum Beispiel per Telefon-Rückruf.

Informieren Sie Mitarbeiter/-innen über die CEO-Fraud-Masche!

Prüfen Sie die Mail-Absender – z.B. im Quellcode der Mail.

Im Betrugsfall: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Weitere Infos: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/ceo-fraud/

(cris)

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Pressestelle Polizei Märkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1220 bis -1223 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de http://maerkischer-kreis.polizei.nrw

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, übermittelt durch news aktuell

©tagesschau Nachrichtenstream
Null-Covid-Politik in China: Demonstranten fordern Rücktritt Xis
In Shanghai haben Hunderte gegen die strikte Null-Covid-Politik demonstriert. Dabei forderten sie auch den Rücktritt von Staats- und Parteichef Xi - was in dem Land ohne Meinungsfreiheit bislang kaum vorstellbar war. Von Eva Lamby-Schmitt.
Kim Jong Un: Nordkorea will größte Atommacht werden
Nordkoreas Machthaber Kim hat angekündigt, er wolle Nordkorea zur größten Atommacht machen. Der jüngste Test einer Langstreckenrakete habe gezeigt, dass das Land über die "maßgeblichen Fertigkeiten zum Aufbau der stärksten Armee der Welt" verfüge.
Schweden und der Fall Kenes: Im Fadenkreuz von Erdogan
Die Türkei fordert von Schweden die Auslieferung des geflüchteten Journalisten Kenes. Dieser ist damit zum Faustpfand im Ringen um den NATO-Beitritt Schwedens geworden. Wer ist der Mann, den Erdogan unbedingt vor Gericht sehen will? Von C. Stichler.
Taiwans Präsidentin gibt Parteivorsitz nach Wahlschlappe ab
Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hat nach einer Wahlniederlage bei den Kommunalwahlen den Vorsitz ihrer Partei niedergelegt. Die demokratische Fortschrittspartei hatte in vielen Gebieten des Landes die Mehrheit verloren. Von Kathrin Erdmann.
Liveblog: ++ EVP-Chef Weber ruft zu mehr Hilfe auf ++
Der Chef der Europäischen Volkspartei, Weber, fordert mehr Solidarität mit ukrainischen Flüchtlingen - besonders mit Blick auf den Winter. In Kiew werden starker Schneefall und Minusgrade erwartet. Die Entwicklungen im Liveblog.
Regierung und Opposition in Venezuela sprechen wieder miteinander
Seit rund einem Jahr gab es keine Gespräche zwischen Regierung und Opposition in Venezuela. Das hat sich nun geändert. Das Ziel: den Zugang zu eingefrorenen Staatsgelder wiederherstellen. Die USA nahmen erste Sanktionen bereits zurück.
Argentinien verhindert mit 2:0-Sieg gegen Mexiko WM-Aus
Argentinien hat ein vorzeitiges Aus bei der WM durch einen 2:0-Sieg gegen Mexiko verhindert. Superstar Lionel Messi sorgte dabei für den erlösenden Führungstreffer.
NASA-Mission "Artemis 1" stellt Entfernungsrekord auf
Mehr als 400.000 Kilometer - so weit ist die "Orion"-Kapsel der NASA-Mission "Artemis 1" von der Erde entfernt. Damit ist die Kapsel weiter gekommen als jedes andere "für Menschen gemachte Raumschiff". In den kommenden Jahren soll sie bemannt starten.
Erdrutsch auf Ischia: "Der Schlamm hat alles mitgerissen"
Zerstörte Häuser, ins Meer gerissene Autos - und Schlammmassen, in denen Einsatzkräfte nach möglichen weiteren Opfern suchen müssen: Nach dem schweren Unwetter auf Ischia werden noch immer mehrere Menschen vermisst. Von Jörg Seisselberg.
"Flashdance"-Sängerin Irene Cara mit 63 Jahren gestorben
Mit "What a Feeling" gelang ihr 1983 ein Disco-Welthit, doch danach wurde es still um Sängerin Irene Cara. Jetzt starb sie im Alter von 63 Jahren in Florida - aus noch unbekannten Gründen, wie ihre Agentin mitteilte.
Jetzt läuft
Loading
Gleich
Loading
Titelliste
Loading
©tagesschau Nachrichtenstream
Programmtipps
Sauerlandwetter
Unser Wetter im Sauerland
Regenschauer
Regenschauer
10°C
Wind: 14 km/h SSE
Sonnenaufgang: 8:06 am
Sonnenuntergang: 4:27 pm
Mehr...
 
Studiohotline

0 23 73 - 176 99 39

Livestream

Einschalten? Aufs Radio klicken